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Aspergillus spp.

Bei Aspergillen handelt es sich um typische Vertreter der thermotoleranten Schimmelpilze. Die meisten Arten gedeihen am besten bei erhöhten Temperaturen bis über 40°C. Deshlab haben sie besondere gesundheitliche Relevanz. Neben den möglichen allergischen Reaktionen auf die Pilzarten können sie sich aufgrund der erhöhten Wachstumstemperatur auch innerhalb des Körpers ansiedeln. Zu Erkrankungen durch Aspergillen zählen:

Nach Wasserschäden tritt Aspergillus häufig an Stellen erhöhter Temperatur auf und dabei auch oft weiter von der eigentlichen Schadensstelle entfernt, da sie stark erhöhte Feuchte der Oberfläche oft nicht mögen. Diese Eigenschaft wird als “xerophil” (trockene Bedingungen bevorzugend) beschrieben. Manche Schimmelpilze vermehren sich geschlechtlich (sexuell) und ungeschlechtlich (asexuell) . Die sexuellen Varianten der  Schimmelpilze werden dabei als “teleomorphe” Arten bezeichnet. Aspergillen haben oft teleomorphe Varianten, mit denen die asexuellen Arten gemeinsam vorkommen. Einige ausgewählte Apergillenarten sind nachfolgend näher beschrieben.

Ausgewählte Aspergillenarten (Vorkommen, Wachstumtemperaturen)

Aspergillus amstelodami (teleomorph: Eurotium amstelodami)
Vorkommen in: zersetzende Speisen, Getreide, Nüsse
Wachstumsbereich: 23-40°, max.: 42°;min.: 15°

Aspergillus candidus;
Vorkommen in: Getreide
Wachstumsbereich: 20-24°; max.: 40-42° ; min.: 3-4°

Aspergillus flavus:
Vorkommen in: Erdnüsse, Gewürze, Ölflanzen, Getreide
Wachstumsbereich: 35-37, max.: 42-50°; min.: 3-4°

Aspergillus fumigatus:
Vorkommen in: Kompost, erhitztes Getreide; Blumenerde; nach Wasserschäden;
Wachstumsbereich: 37-43°, max.: 55°; min.: 10-12°

Aspergillus nidulans (teleomorph: Emericella nidulans)
Wachstumsbereich: 35-40°, max.: 55°; min.: 10-12°

Aspergillus niger:
Vorkommen in: Baumasse nach Wasserschäden
Wachstumsbereich: max.: 6-8°, min.: 45-47°

Aspergillus versicolor:
Vorkommen in: Käse, Getreide, Nüsse, Gewürze
Wachstumsbereich: 25-30°, max.: 37-40°; min.: 3-5°

Aufgrund ihrer gesundheitlichen Relevanz werden Aspergillen meßtechnisch häufig getrennt ermittelt, indem bei der mikrobiellen Anzucht die Bebrütungstemperatur auf 37°C gehalten wird.