Elektroosmose zur Trockenlegung
Das Prinzip der Elekktroosmose wird detailliert bei Wikipedia beschrieben (http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroosmose). Um einen Wassereintritt in Gebäude zu vermeiden und das Gebäude zu trocknen, werden Elektroosmose- Verfahren von verschiedenen Dienstleistungsunternehmen am Markt angeboten.
Beim aktiven Verfahren werden Elektroden in die Wände eingeschlagen und Gleichstrom eingespeist, der das zur Funktion notwendige Feld im Baustoff aufbaut. Derartige Osmoseverfahren (aktives Verfahren) haben eine begrenzte Wirksamkeit. Die Internetseite des Fraunhofer- Informationszentrums (www.baufachinformation.de) sagt dazu: "Die notwendige Stärke dieses Feldes ist umstritten: Um negative Folgen auszuschließen, sollten ca. 1,5 V nicht überschritten werden. Eine wirkungsvolle Gegenkraft würde - Berechnungen und Laborversuchen zufolge - aber über 50 V liegen“. Angaben der gleichen Quelle zufolge ist das Verfahren von vielen Fehlschlägen betroffen.
Das passive Verfahren legt unterschiedliche Elektrodenmaterialien an die feuchte Baumasse an. Der Stromfluss soll dann durch den elektrochemischen Effekt bewirkt werden. Auch hier ist umstritten, ob die durch die Zelle generierte Spannung überhaupt hoch genug ist, um einen nicht nur theoretischen Effekt zu bewirken. Außerdem verbrauchen sich die Elektrodenmaterialien solcher elektrochemischen Zellen bedingt durch das Verfahren.
Die drahtlose Übertragung von Wellen zum Herbeiführen eines elektroosmotischen Effektes ist wissenschaftlich unbewiesen bzw. von der Wirkung her zweifelhaft. Hier sollte äußerste Vorsicht bei einer Auftragsvergabe walten. Das elektrische Polarisieren von Wandsubstanz durch Funkwellen ist ziemlich spekulativ und die Erklärungsmodelle entbehren zum Teil wissenschaftlicher Grundlagen bzw. ist der Effekt derart gering, dass ein Trocknungserfolg real kaum existiert.
Verkauft werden solche elektroosmotischen Geräte meist auch als Dienstleistung, die neben der Lieferung zweifelhaft wirkender Geräte auch Feuchtemessungen und andere Leistungen (Installation des Gerätes) verkaufen. Versprochene „Geld- zurück- Garantien“ beziehen sich häufig nur auf den Kaufpreis der Gerätschaften, der oft gering ist im Vergleich zu den anderen vertraglich zugesicherten Dienstleistungen.Weitere Infos zum Verfahren (baufachinfo.de)




