Holzschutzmittel / Biozide
Als Stoffgruppe mit hohem Gefährdungspotential sind Holzschutzmittel bekannt. Die Wirkungen einer Langzeitbelastung mit PCP und Lindan lassen eine Untersuchung auf diese Stoffe angebracht erscheinen, wenn behandelte Hölzer in Innenräumen im Zeitraum bis Mitte der 80er Jahre eingebaut wurden. In den neuen Bundesländern bestehen weitverbreitete Belastungen durch DDT- haltige Holzschutzmittel, die z.B. unter dem Handelsnamen Hylotox 59 in den Handel kamen. Dieses Mittel war auch für Innenräume zugelassen und wurde weitläufig zum Streichen von Fensterrahmen und Holzverkleidungen eingesetzt. PCP und Lindan wurden nach Erkennen der hohen chronischen Toxizität durch "modernere" chemische Verbindungen ersetzt, deren Giftigkeit und Wirkung auf den Menschen zum Teil in vollem Umfang nicht bekannt ist. Die Bandbreite der eingesetzten Stoffe macht die Untersuchung auf viele Einzelstoffe notwendig
Hauptbelastungen sind aber meist durch die Imprägnierung von tragendem Dachständerwerk verursacht. Holzschutzmittel werden zum Problem, wenn im Zuge von Dachausbauten die mögliche Belastung nicht erkannt wird. Es empfiehlt sich, vor dem Ausbau von Dächern in jedem Falle eine Material- oder Raumluftanalyse auf Holzschutzmittel durchführen zu lassen, um dadurch entstehende Belastungen sicher auszuschließen.
biomess benutzt zur Abschätzung einer Belastung durch Holzschutzmittel als ersten Schritt häufig ein sogenanntes Screeningverfahren, welches 14 Stoffe untersucht und aussagefähige Werte bei einem günstigen Untersuchungspreis liefert, der Probenahme, Analyse und Bericht einschließt. Wenn nötig, können die genauen Konzentrationen einzelner Stoffe auch nachträglich noch exakt bestimmt werden.
Holzschutzmittel - Analysen werden im Material vorgenommen, welches mit einem Spezialbohrer oberflächennah entnommen wird oder aber in der Raumluft. Materialproben liefern dabei den Verursacher einer Belastung, während Raumluftproben die Beurteilung des Belastungspotentiales durch direkte Messung des Aufnahmepfades liefern.
Insektizide enthalten heute vielfach auch Pyrethroidwirkstoffe, die dem natürlichen Chrysanthemengift in der Struktur ähnlich sind und derzeit vieldiskutiert sind, da ihre chronische Toxizität umstritten ist. Neben Insektiziden enthalten auch viele Wollteppichböden Pyrethroide (sog. Eulanisierung). Pyrethroidanalysen erfolgen aufgrund der Schwerflüchtigkeit dieser Stoffe bevorzugt im Hausstaub oder in einer Materialprobe und werden von einem mit biomess zusammenarbeitenden, spezialisiertem Labor untersucht. Auch in diesem Fall kann bei unbekannten Wirkstoffen ein Screeningverfahren erfolgen, welches eine Palette von Wirkstoffen umfaßt.
Wollgegenstände sind häufig “eulanisiert”, d.h. mit einer Imprägnierung versehen, die gegen Mottenfraß und Schädlinge schützt. Häufig werden dazu Pyrethroide verwendet. Aber auch Wirkstoffe, von deren wenig bekannt ist kommen zum Einsatz. So z.B. PCSD/PCAD - Wirkstoffe . Seitens der Beörden bestehen dazu keine Regulations- oder Vorsorgedaten. Trotzdem kann es angebracht sein, in Verdachtsfällen diese Stoffgruppe im Hausstaub zu bestimmen. Die Toxizität liegt ähnlich derjenigen von PCP, welches reguliert ist.
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