Pilz-, Feuchte- und Muffgeruch
Derartige Gerüche sind fast immer auf Feuchteeinbrüche zurückzuführen. Zur Geruchsermitlung wird dann meist auch eine Baufeuchtemessung mit zerstörungsfrei messenden Geräten durchgeführt. Damit können feuchte Stellen an Decke, Wand oder Boden recht zügig ermittelt werden.
Durch Feuchte entstehen schon nach 2-3 Tagen Bakterien- oder Pilzbefall an durchfeuchteten Stellen. Bakteriengerüche sind oft modrig- faulig, während Pilzgerüche einfacher zugeordnet werden können. Bakterien benötigen in der Regel wesentlich mehr Wasser zum Wachstum, während Pilze meist bei klammer Feuchte (geringerer Wasserverfügbarkeit) schon existieren können.
Ein Pilzwachstum ist schon ab 70% Wasserverfügbarkeit möglich.
Stechender Pilzgeruch kann auch auf Kondensation der Luftfeuchte an kalten Raumoberflächen erfolgen. Dabei muss gar kein Wasser fühlbar sein, da schon 70% Feuchte der Baumasse zum Pilzwachstum ausreichen. Der Suche nach kalten Raumteilen kommt daher ebenfalls besondere Bedeutung zu. Solche Stellen können mit Temperaturmessungen (wie zum Beispiel thermografischen Verfahren) ermittelt werden.




