Schimmel im Vergleich zu Blütenpollen
Schimmelpilze gefährlicher als Blütenpollen
Allergene, wie Blütenpollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare können bei Asthmatikern schwere Anfälle auslösen. Doch die Sporen von Schimmelpilzen stellen offensichtlich ein noch größeres Risiko für die Betroffenen dar. Zu diesem Ergebnis kam im Jahr 2002 eine Studie französischer Mediziner vom National Institute of Health and Medical Research in Paris.
Schimmelsporen sind seit Längerem als Risikofaktoren für Asthmatiker bekannt. Jetzt konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass Sporen der Pilze Alternaria alternata und Cladosporium herbarum schwere Asthmaanfälle auslösen. Gerade diese Pilze bilden den Hauptbestandteil der Außenluft. Da die Schimmelpilzsporen so klein sind, können sie tief ins Lungengewebe eindringen. Anders als Blütenpollen, die jahreszeitlich begrenzt auftreten, schweben Schimmelpilzsporen das ganze Jahr über in der Luft, wobei im Herbst mit erhöhten Konzentration zu rechnen ist. Da viele Schimmelpilze in Wohnräumen wachsen, sind Asthmatiker ihnen länger ausgesetzt als beispielsweise anderen Allergenen.
Asthma-Patienten sollten besonders im Herbst auf entsprechende Symptome achten. Auch sollte die Empfindlichkeit gegen Schimmelpilze bei der Behandlung berücksichtigt werden. Die Patienten selbst sollten darauf achten, ihre Wohnung ausreichend zu lüften und die Feuchtigkeit in den Wohnräumen niedrig zu halten, um so der Schimmelpilzbildung entgegen zu wirken.
(Quelle: Netzeitung, 26.08.02)




