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Schimmelpilzallergien

Schimmelpilze können Allergien auslösen. Die von Schimmel verursachten Allergietypen sind dabei:

1. Typ I - Allergie (Allergie vom Soforttyp). Diese Allergieform ist dadurch gekennzeichnet, dass im Serum der Betroffenen IgE-Antikörper gebildet werden. Bei der Allergie vom Soforttyp werden auf den Schleimhäuten des Patienten in wenigen Sekunden die allergieauslösenden Proteine extrahiert. Über einen komplizierten immunologischen Mechanismus wird in den Mastzellen die Bildung von IgE angeregt, dieses führt zu einer Konstriktion der Bronchiolen, zu einer vermehrten Schleimabsonderung und zu Atemnotsyndromen, darunter auch Asthma. Dieses Problem ist jedoch häufig ein „outdoor"-Problem, das heißt in den Zeiten besonders starker Außenluftbelastung mit potentiell allergenen Pilzen (wie Alternaria spp., dieser Pilz verursacht 20 bis 25 Prozent der Schimmelpilz-Allergien bei Kindern, 8 Prozent bei Erwachsenen) kann es sehr schnell und bei geringsten Allergendosen zu einer allergischen Reaktion vom Typ I kommen. Diese Allergieform entwickelt sich am häufigsten bei Personen, die familiär durch Erkrankungen aus dem allergischen Formenkreis vorbelastet sind (Heuschnupfen, Asthma, atopisches Ekzem).

2. Typ III-Allergie (Allergie vom verzögertem Typ) Diese Allergieform ist dadurch gekennzeichnet, dass im Serum des Patienten IgG-Antikörper gebildet werden. Diese Allergieform entsteht im Gegensatz zu der Typ I-Allergie auch bei immungesunden Personen. Es ist meistens ein arbeitsmedizinisches Problem, bedingt durch langzeitige Inhalation großer Mengen von Schimmelpilzsporen. Nach Allergenkontakt kommt es anfänglich innerhalb von 6 bis 8 Stunden zu einer allergischen Reaktion, die durch grippeartige, unspezifische Symptome und Atemnot gekennzeichnet ist. Daraus kann sich langfristig Asthma entwickeln, in späten Stadien führt diese Erkrankung zu einer Lungenfibrose.