Silber als Desinfektionsmittel
Die Wirkung von Silber als Desinfektionsmittel wird seit Jahrhunderten genutzt, obwohl zunächst wohl unbeabsichtigt.
Im Mittelalter erkrankte der Adel deutlich weniger als das gewöhnliche Volk. Eine Ursache wird von Wissenschftlern darin gesehen, dass der Adel mit Silberbesteck aß. Die geringen sich beim Essen ablösenden Mengen an Silber hatten auf den Magen-Darm-Trakt eine Wirkung. Bakterien konnten sich nicht so stark vermehren und man blieb gesünder.
Gegen das Säuern von Milch warf man noch im Krieg eine Silbermünze in dei Milch. Das Silber führte zur Hemmung des Bakterienwachstume in der Milch mit der Folge, dass die Milch nicht so schnell sauer wurde.
Zur Wunddesinfektion verwendete man "Höllenstein". Der Name rührt von den starken Schmerzen beim Auftrag. Die weiss- bräunlichen Plättchen waren Kristalle von Silbernitrat (AgNO3), dem Silbersalz, welches Salpetersäure mit Silber bildet.
Die vorgenannten Beispiele zeigen, welche geringen Mengen an Silber notwendig sind, um eine Wirkung zu erzielen. Aus diesem Grund ist die Silberkonzentration im Desinfektionsmittel Sanosil bewuss sehr gering eingestellt.
Silber bildet aber auch hässliche Anlauffarben. Das Anlaufen von Silberbesteck ist eine Reaktion von Schwefel mit dem Silber. Es bildet sich dann Silbersulfid. Silbersulfid ist sehr beständig gegen Chemikalien. Es muss mühsam abgescheuert werden. Bei der Anwendung von Sanosil ist es wichtig, dieses Mittel nur auf nicht dekorativen Oberflächen anzuwenden, bei denen eine geringe Braunfärbung keine Rolle spielt. Mit den geringen Schwefelmengen in der Umgebungsluft (Schwefeldioxid aus Autoabgasen) kann es aber zu bräunlichen Flecken kommen, wenn Sanosil z. B. auf weiss gestrichene oder weisse Kunststoff- Fensterrahmen gelangt. Solche Silbersulfidflecken sind schwer wieder zu entfernen. werden größere Wandflächen oder Flächen in der Nähe von Fenstern udn Türen mit Sanosil desinfiziert, so empfiehlt es sich, diese Flächen vorher gut abzudecken.




