Sporenfallen
Ein sehr einfaches Nachweisverfahren ist das Aufstellen von "Sporenfallen" in Räumen. Der Ausdruck suggeriert ein technisches Gerät, aber es handelt sich lediglich um in der Mikrobiologie gebräuchliche Petrischalen mit geeigneten Nährböden. Diese liefern den in der Raumluft vorhandenen Sporen eine geeignete Grundlage zum Wachstum. Die Schalen werden über eine oder mehrere Stunden im Raum aufgestellt und die Pilzsporen sedimentieren dort aus der Luft. Ein Rückschluss auf die wirklich vorhandene Sporenmenge ist damit aber nur unzureichend möglich. Das Verfahren kann bestenfalls als semiquantitativ angesehen werden. Leichtere Sporen - vor allem die kritischen Aspergillussporen - sedimentieren aufgrund ihres geringen Gewichtes weniger als diejenigen größerer Abmessungen. Die Aussagekraft solcher Tests ist deshalb gering und nur mit starken Einschränkungen möglich. Als erster Überblick über vorhandene Belastungen kann das Verfahren aber geeignet sein, da die damit verbundenen Kosten niedrig sind.




