Staphylokokken
Staphylokokken sind nicht bewegliche und nicht sporenbildende Bakterien der Obergattung der „Kokken“. Sie sind allgemein als Besiedler der Haut sowie der Schleimhäute beim Menschen und bei Tieren weit verbreitet, als Infektionserreger sind sie bedingt krankheitsverursachend. Die stärkste Gefährdung durch bekannte Staphylokokken-Spezies geht dabei vom Staphylococcus (S.) aureus aus. Staphylokokken wachsen am besten bei Temperaturen zwischen 30 °C und 37 °C, aber auch unter anderen Bedingungen sind sie lebensfähig. Gute Widerstandskraft gegen Austrocknung und Desinfektionsmittel macht sie vergleichsweise unempfindlich.
Durch antibakterielle Wirkstoffe (z.B. Antibiotika) tritt bei Staphylokokken vergleichsweise schnell eine Resistenzentwicklung ein . Davon sind insbesondere solche Stämme betroffen, deren Verbreitung überwiegend auf den Bereich von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen begrenzt bleibt. Solche resistenten Stämme werden als „MRSA“ (Methicillin-resistente S. aureus) bezeichnet.
MRSA sind weltweit verbreitet. Sie besitzen eine große Bedeutung als Verursacher von Infektionen. Wie S. aureus allgemein, so können auch MRSA Besiedler sein. Diese Besiedlung betrifft überwiegend Krankenhauspatienten, bisher noch selten auch Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Bei Gesunden sind sie ausgesprochen selten. Neben dem Nasenvorhof sind Rachen, Achselhöhlen und Stirn-Haar-Grenze wesentliche Stellen, an denen sich die MRSA ansiedeln.
Das Auftreten von MRSA in Krankenhäusern geschieht vorrangig infolge von Übertragung durch die Hände des medizinischen Personals. MRSA haben die Möglichkeit, monatelang auch ungünstigen Bedingungen zu widerstehen durch ihre hohe Umweltresistenz. Die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Wärme erhält MRSA in der unbelebten Umgebung längere Zeit - bis zu Monaten - lebens- und infektionsfähig. (z. B. an Kitteln, der Luft, an Oberfläche von Geräten wie Instrumenten, Pflegeartikeln und Krankenhausinventar).




