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Styrol im Büro

Bei dem Betrieb von Laser-Druckern entstehen Schadstoffe, wie z.B. Ozon und auch die flüchtigen organischen Verbindungen Benzol und Styrol können freigesetzt werden. Styrol zum Beispiel ist ein flüchtiges Kunstharzzersetzungsprodukt. Deshalb muss bei der Fixierung des Toners muss u.U. aufgrund der Druck- / Hitzekombination mit der Bildung von Styrol gerechnet werden

Diese Schadstoffe belasten die Atemluft und können zu Gesundheitsschäden der Beschäftigten führen. Die Konzentration und damit die mögliche Gefährdung durch die Schadstoffe hängt im Wesentlichen von dem Drucker-Typ, der Druckdauer und dem Luftaustausch am Arbeitsplatz ab.

Stark beanspruchte Laserdrucker, besonders aber Modelle älterer Bauart, sollten deshalb in einem ausreichend großen separaten und gut durchlüfteten Raum betrieben werden. Nach Möglichkeit sind neue und moderne Laserdrucker einzusetzen, insbesondere in der Nähe ständig besetzter Arbeitsplätze. Bei der Beschaffung der Geräte sollten Angaben über mögliche Emissionen eingeholt werden. Drucker mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel" sind emissionsarm. Die Aufstellung der Kopiergeräte und Laserdrucker soll so erfolgen, dass der Abluftstrom nicht auf Arbeitsplätze gerichtet ist. Bei großen und häufig benutzten Maschinen ist eine Einrichtung zur Absaugung an den Austrittstellen der Abluft sinnvoll. Außerdem soll darauf geachtet werden, dass die regelmäßige Wartung (Reinigung, Filtertausch) nach Herstellerangaben durchgeführt wird. Bei Beachtung dieser Maßnahmen sind kritische Belastungen im allgemeinen nicht zu befürchten.

Andere Quellen behaupten, dass eine signifikante Freisetzung vonStyrol aus dem Toner nicht bzw. nur in unwesentlichem Umfang stattfindet. Dort wird geschrieben:

„Schließlich werden die Kunstharzbinder - in der Regel Styrolacrylatharze oder Styrol / Butadienmischharz - als Produkte bezeichnet, die zu schweren gesundheitlichen Schäden führen sollen. Losgelöst von jeglicher Dosisbetrachtung wird so ein Pauschalurteil gefällt, das einer quantitativen Betrachtung nicht standhält. Zum ersten sind die Kunstharze im Toner wie andere Kunststoffe für ihre ausgesprochen niedrige Toxizität bekannt. Toxische Bruchstücke können durch thermische Zersetzung der Kunststoffmoleküle entstehen. Um nun aber gesundheitsschädigende Mengen zu erzeugen, müssten um den Kopierer mehrere 100 mg Zersetzungsprodukt pro Kubikmeter Raumluft vorhanden sein. Dies würde nicht nur eine grammweise Zersetzung des Harzes bedeuten, sondern sich auch durch intensiven Geruch und erhebliche Reizwirkung bemerkbar machen.

Tabelle:Geruchsschwellenwerte häufiger Kunstharzbestandteile

Stoff

Geruchsschwellen

Styrol

< 1 mg/m³

Methylmethacrylat 

ca. 0,87 mg/m³

Butadien 

0,35 bis 4,5 mg/m³

Methylacrylat

ca. 0,030 mg/m³

Butylacrylat

ca. 0,19 mg/m³

Bei Arbeitstemperaturen der modernen Kopierer um 70oC ist ein solches Zersetzungsausmaß fast mit Sicherheit auszuschließen.

Messergebnisse, die seit Jahren im Zusammenhang mit dem Kopierereinsatz erhoben worden sind, zeigen, dass der bestimmungsgemäße Betrieb der Geräte zu Konzentrationen der genannten Gefahrstoffe in der Umgebungsluft führt, die weit unterhalb der zulässigen Grenzkonzentrationen liegen, ja oft nur ein Zehntel bis ein Hundertstel dieser Werte betragen.

Die Gefahrstoffverordnung enthält aber für jeglichen Gefahrstoffumgang ein Minimierungsgebot, und das gilt auch für die Benutzung von Kopierern. Deshalb sollte man sich beim Kopiererbetrieb an folgende Regeln halten:

Üblicherweise wird der Toner nicht aus Vorratsbehältern in den Drucker gefüllt, sondern er ist in Tonerkassetten konfektioniert, die ohne Hautkontakt oder Staubentwicklung ausgetauscht werden können. Damit entfallen fast alle Kontaminationsmöglichkeiten.

Bei Druckern und Laser-Faxgeräten ist die Zahl der Ausdrucke je Gerät und Arbeitstag meist wesentlich niedriger als beim Kopieren, so dass auch deutlich weniger Ozon und Kunstharzzersetzungsprodukte entstehen können.