VOC-Geruch
Die Geruchswirkung von VOC als Belastungsfaktor
Nach wissenschaftlichen Publikationen von Fanger wird das menschliche Wohlbefinden u.a. von der wahrgenommenen Luftqualität beeinflusst. Die Gesamtheit der chemischen Luftinhaltsstoffe wirkt zusammen mit der thermischen Umgebung (Lufttemperatur, Strahlungstemperatur, Luftbewegung und Luftfeuchte) auf den Menschen ein. Die resultierende Luftqualität wird als akzeptabel oder weniger akzeptabel wahrgenommen, wobei verschiedene Menschen unterschiedliche Beurteilungen abgeben. Im Rahmen dieses Konzepts werden VOC nicht nach ihren toxikologischen Eigenschaften beurteilt, sondern primär als Quellen für Gerüche und Reizwirkungen betrachtet. Mehrfach wurde die Geruchs- und die Reizwirkung von Spuren chemischer Stoffe in komplexen Gemischen in der Fachliteratur beschrieben und die entsprechenden Publikationen kamen zum Ergebnis, dass als negativ empfundene Geruche Reizwirkungen verstärken oder sogar auslösen konnen. Innerhalb der chemischen Stoffgruppen zeigt sich die Tendenz, dass größere Moleküle niedrigere Geruchsschwellen aufweisen, sowie dass Stoffgemische um so stärker zur Geruchsbildung neigen, je komplexer sie sind. Das Risiko für das Auftreten diverser Symptome wird außerdem durch die subjektiv als belastend und bedrohlich empfundene Wahrnehmung von Umweltbedingungen (wie "schlechte Luft") erhöht.
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