Yersinien (Pestbazillen)
Yersinia pestis ist der Erreger der Pest. Die Pest ist eine klassische Erkrankung von Nagetieren. Der Übertrag erfolgt bevorzugt durch Flöhe, in deren Vormagen sich die Erreger besonders gut vermehren. Durch die weit verbreitete Rattenplage trat die Pest im Mittelalter als Epidemien auf. Heute werden nur selten Infektionen beobachtet bei Menschen, die mit Nagetieren intensiven Kontakt hatten. Die Weltgesundheitsorganisation registrierte im letzten Jahrzehnt nur etwa 15.000 Fälle weltweit. Die überwiegende Mehrzahl stammt dabei aus Ländern mit schlechten hygienischen Verhältnissen.
Die Erreger dringen durch die Haut ein und gelangen dann in die Lymphknoten. Dort vermehren sie sich. In der Folge kommt es zur Bildung der typischen Pestbeulen. Bei Durchbruch dieser Hautbeulen kommt es zur Übertragung in die Blutbahn und weiteren vehementen Vermehrung der Erreger in den Organen.
Zur Gattung der Yersinien gehören bis heute 11 verschiedene Arten. Am häufigtsen wird Y. enterocolitica ermittelt. Y. pestis ist der Erreger des “schwarzen Todes” - der Pest.
Pestbakterien reagieren auf eine Behandlung mit Antibiotika (Streptomycin, Tetracycline, Chloramphenicol).
Traurige Berühmtheit hat die Pest auch als Biokampfstoff erlangt. Die hohe Sterblichkeit bei unbehandelten Erkrankungen (fast 100%ige Lethalität) führte dazu, dass Pestbakterien gezielt herangezüchtet wurden und als Kampfstoff vorrätig gehalten wurde oder wird.




